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The Mystery - Scars

(Spielzeit: 47 min./VÖ: 04.10.2005)
The Mystery - Scars

Die Tatsache, dass Norwegen und Finnland schon lange als Europas Gothic-Metalschmiede Nr. 1 gelten, dürfte schon lange nicht mehr neu und unbestritten sein. Der Geheimtipp des Monats im Gothic-Darkmetalbereich kommt allerdings überraschend mal nicht aus Finnland, sondern, - es geschehen wirklich noch Zeichen und Wunder - auch zu meiner völligen Verblüffung aus Deutschland!
Herrlich unbekümmert, frisch und kraftvoll geht auf dem im hauseigenen CD-Player befindlichen Silberling eine Band zu Werke, deren Weg nach oben bereits vorgezeichnet scheint! Das nunmehr dritte (jedoch erstmals in festem Line-Up produzierte) Album des ambitionierten Heiligenhäuser Gothic-Metal-Vierers enthält dreizehn Perlen astreinsten, unverfälschtesten, wunderschönsten Heavymetals, hymnenhafter Ausrichtung mit starkem 70er/80er-Jahre Touch, der zu meinem größten Erstaunen nun ganz und gar nicht in Richtung Nightwish, Within Temptation oder Evanescence tendiert, noch diverses Mortal Love, Him- oder Sonata Arctica-Potenzial aufweist!
Vergleiche zu anderen Bands fallen unterm Strich gesehen ausnahmslos weg! Stattdessen weist der talentierte Vierer mit Sängerin Denise am Mikro, die über ein superbes Organ, will heißen eine jederzeit wunderschöne, excellent breitgefächerte Stimme verfügt, dass es einem häufig eiskalt den Rücken herunter läuft, einen von anderen Acts durch die Bank weg völlig unabhängigen Stil auf. Man höre nur mal die beiden superben Midtemposmasher Restless Heart und 1.000.000 Light Years Away!
Nach diversen Besetzungswechseln beim Stande Null beginnend, muss dieses Album demzufolge als Debüt des Vierers betrachtet werden, wobei sich schon nach den ersten paar Stücken recht schnell herauskristallisiert: So und nicht anders muss moderner Heavy-Metal klingen! Immer wieder herrlich mitreißende Leadgitarrensoli, abnorm groovende Songstrukturen mit unglaublich viel Drive, Feeling und traumhaft sicheren, schönen Melodien, satte Gitarrenriffs, jederzeit eingängige, keinerzeit poppige Rhythmen angereichert mit einem Hauch alter Warlock und gelegentlich mit ein wenig Iron Maiden-Flair versehen.
Derart viel Power, Drive und Feeling hatte in meinen Augen definitiv schon recht lange kein Album einer deutschen Heavy Metal Band mehr zu verzeichen! Eingebettet in einen druckvoll-fettes Soundgewand, das keine Wünsche offen lässt, weiß der in allen Belangen internationalen Standards entsprechende Silberling auf allen Ebenen zu begeistern und bringt sogar den staunenden Rezensenten vorm PC fast gnadenlos zum Austicken!
Warnung: Dieser hammermäßige Silberling macht unter Umständen schon beim ersten Anhören willenlos süchtig, deshalb kann daraus resultierend nur folgendes Fazit gezogen werden: Tolles Album einer Band, die sich auf Weg nach oben befindet. - Empfehlenswert!

Toschi

 Tracklist:
  1. Prelude
  2. Vengeance Is Mine
  3. Fading Away
  4. Scars
  5. Restless Heart
  6. Another Day In Hell
  7. 1.000.000 Light Years Away
  8. Revenge
  9. Hells Gate
  10. Schizophrenia
  11. Broken
  12. Running From The Law
  13. Wasted Kiss
Discographie:
2002 - ... Where The Wind Blows Freedom
2003 - Facing The Storm
2005 Review ansehen ... Scars - TTS Media
weitere Infos:

Homepage www.the-mystery.de

Label: TTS Media


weitere Links
Interviews:

Interview: The Mystery, 18.10.2005 ein bißchen verrückt und trotzdem normal

Live-Reviews:

02.09.2005: 1. United Metalheads Festival (Wuppertal, Die Börse)
11.11.2005: Wolfen, The Mystery, Unrest (Wuppertal, Live Club Barmen)
10.12.2005: The Mystery (Heiligenhaus, Pabb)
03.09.2005: Metal For Mercy Festival (Bochum, Matrix)


Diese Seite wurde 2 mal kommentiert
Tanja (20.09.2005 15:37:04)
Huhu Toschi!!
Mit Verlaub... THE MYSTERY sind Dark Gothic Metal????? *schmunzel*
Toschi (20.09.2005 23:21:26)
Hi, Tanja! Möglicherweise hab' ich mich da ein wenig vertan. Doch wie wichtig ist das nun eigentlich? Eigentlich gar nicht weiter wichtig, oder? Für mich sind das Haarspaltereien, nicht mehr und nicht weniger, *schmunzel* Gothic-angehaucht ist die Band auf jeden Fall, ich bleibe fest dabei; allerdings liegen ihre Wurzeln klar im 70er/80er Jahre Heavy Metal, wie ich im Review auch schon geschrieben habe, doch das ist reine Ansichtssache und die liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.

Metallischen Gruß,

Toschi

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