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S.I.N. - Equilibrium
(Spielzeit: 49 min./VÖ: 26.09.2005)
Normalerweise bringen mich AOR-Alben nur allzu häufig recht schnell zum Einschlafen. Gerade das stellenweise sehr scharfe Gitarrenriffing, die brillianten Leadgitarrensoli und die transparent-druckvolle Produktion des Scheibchens lassen diesen Umstand zu meiner großen Erleichterung ganz und gar nicht erst zu. Überhaupt präsentiert sich mit S.I.N. ein überraschend forsch und häufig auch mal recht flott zu Werke gehender Newcomer, der eine fette Brise frischen Wind in die längst angestaubte AOR-Szene bringt, womit Equilibrium weitestgehend aus dem Rahmen handelsüblicher Silberlingproduktionen herausfällt. Druckvolle Midtempo-Stampfer wie One Small Voice tendieren häufig ziemlich stark in Richtung Hardrock, während der Schmuserockanteil zum Glück beinahe überwiegend außen vor gelassen wird.
Der Balladenanteil wurde ebenfalls beträchtlich reduziert, sprich mit Walk Away und For Getting Over Us befinden sich lediglich zwei Schmusesongs auf dem Album, die durchaus zu verschmerzen sind und sich nahtlos ins Gesamtgeschehen einfügen. Im Gegensatz dazu steht mit Winding Road ein herrlich druckvoll-melodischer Heavymetalstampfer zu Buche, bei dem S.I.N. derart ungezügelt die Heavyrocksau raus lassen, dass es nur so kracht!
Obwohl die Band desöfteren sehr progressiv zu Werke geht, weiß dieses Album gerade aufgrund seiner immensen Vielfalt und der hohen technischen Versiertheit der Band zu überzeugen. Ungemein flexibel mit ausnahmslos viel Drive und Groove und obendrein auch noch recht druckvoll zu Werke gehend, nötigt mir das gesamte Scheibchen sogar ein gesundes Maß an Respekt ab, da es sehr eigenständig klingt und in allen Belangen das gewisse Flair besitzt, wie es leider nur allzu wenige solcher Alben besitzen.
Einzig Track acht (Nightwinds) erinnert in seiner Strickweise zumindest stellenweise extrem an einen bekannten Rod Steward-Song aus den Achtzigern (vor allem bezüglich der Gesangsstrukturen). Schön, dass es selbst anno 2005 noch Bands gibt, die ausnahmsweise einmal nicht wie die zehntausendste Journey, Saga, Toto oder REO-Speedwagon-Kopie klingen. Für ein AOR-Album wunderschön kraftvoll produziert, weiss dieses Stück Vinyl durchaus zu gefallen, was selbst bei mir als eingeschworenem Weichspülrockhasser etwas heißen will.
Wirklich nicht schlecht und gerade allen zu empfehlen, die etwas Abwechslung in ihrer hauseigenen Rock und AOR-Sammlung brauchen können. Als Anspieltipps empfehlen sich die drei heftigen Midtempo-Smasher One Small Voice, (das bereits erwähnte) It's Forever und Fight For My Life die ziemlich progressivlastige Hymmne The Reason.
Toschi
- Nail It To The Wall
- One Small Voice
- It's Forever
- Walk Away
- Fight For My Life
- The Reason
- Johnny's Running
- Nightwinds
- For Getting Over Us
- Winding Road
| 2003 - Somehwere Into Nowhere |
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2005
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2008
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www.myspace.com/somewhereintonowhere
Label: Metal Heaven
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