CD-Reviews
Majesty - Hellforces
(Spielzeit: 48 min./VÖ: 24.02.2006)
Majesty - eine der umstrittensten Heavy Metal Bands aus deutschen Landen - entweder man liebt oder man hasst sie - veröffentlichen mit Hellforces im Februar ihr viertes Studioalbum, nachdem uns rund einen Monat vorher schon in Form einer EP (»Sons Of A New Millennium«) der Mund wässrig gemacht wurde.
Majesty wurden im Jahre 1997 von Sänger (und damals noch Gitarrist) Tarek Maghary und Gitarrist Udo Keppner gegründet, um ihre Leidenschaft, nämlich der des Heavy Metals, Ausdruck zu verleihen. Klar angelehnt an Manowar, zelebrier(t)en Majesty schon immer lauten und wilden Metal. Die Band bewies auf zahlreichen Live-Konzerten (u. a. auch auf Festivals wie das Bang Your Head!!!), dass sie die Metallerherzen ich ihren Bann ziehen kann. Ihr True Metal zeichnet sich durch bombastische, epische Metal Tracks aus, kombiniert mit einem klaren, donnernden Sound.
Da ich Majesty über Jahre hinweg fast von Anfang an bis zum heutigen Tag habe aufsteigen sehen, mich außerdem live und auf Platte sehr oft selbst von ihnen überzeugen konnte, freue ich mich, dass ich diese CD-Kritik schreiben darf.
Nachdem mit den letzten drei Studioalben + DVD der Band einige Metal Klischees voll bedient wurden, gehen die Jungs jetzt in eine lyrisch etwas differenziertere Richtung, ohne sich musikalisch dabei selbst untreu zu werden.
Mit ihrem vierten Silberling Hellforces, der im Frühjahr 2005 im ROXX Studio mit Produzent Stefan Kaufmann (U.D.O./Accept) aufgenommen wurde, bringen Majesty das, was von der Band erwartet wird: fantastisch eingängige Metal Hymnen.
Dies wird schon mit dem Song Hellforces bewiesen, das nach einem majestätisch vorgetragenen Intro durch einen stampfenden Beat und einer Wand aus Gitarren und später durch ein wahnsinniges Gitarrensolo besticht. Dieser Song ist ein (positiver) Schlag ins Gesicht!
Doomiger geht es hingegen mit Dance With The Demon zur Sache, das gleichzeitig teilweise etwas altertümlich klingt, nicht zuletzt durch die opernhaften Frauenvocals von Johanna Mott (die auch wieder bei Guardians Of The Dragon Grail zum Einsatz kommt) und dem tiefen Männerchor.
Anschließend verwöhnen uns Majesty mit ihrer ersten Single aus Hellforces, nämlich mit Sons Of A New Millennium. Schon der dritte Ohrwurm auf dem Album, wobei dieser Song nicht ganz so stark ausfällt, wie die beiden vorhergehenden.
... und so geht es weiter und weiter mit Heavy Metal Desire. March For Victory geht in die Mid-Tempo-Richtung. Raise your fist! Eher Majesty-untypisch hingegen outet sich Like A Raptor (wie auch Nowhere Man), das eher in die U.D.O.-Richtung geht.
Freedom Heart ist eine typische Majesty Metal Hymne. Fight Forever ist nicht so eingängig wie der Rest, aber trotzdem gut.
Zu guter Letzt rundet die Band mit Metal Law 2006, das in neuem Gewand erstrahlt, ihr neues Album ab. Hierzu konnte die Band Udo Dirkschneider ins Boot ziehen, der die Guestvocals beisteuert.
Textlich gesehen bewegen sich die fünf Jungs aus Tauberbischofsheim nicht mehr ausschließlich im Heavy Metal Klischee mit Swords und Dragons und Steel, wodurch Majesty wohl spätestens jetzt nicht mehr nur belächelt werden (dürfen).
Insgesamt sind Majesty von Album zu Album gewachsen, klingen hier ausgereifter, voller und erwachsener denn je. Die Band kann wieder auf eine Reihe Ohrwürmer (so auch Like A Raptor) zurückgreifen und auf ein ausgefeiltes Heavy Metal Album schauen.
Majesty werden nach dem Release von Hellforces auf Europatour gehen und uns neue Heavy Metal Kracher vor den Latz knallen.
They are the sons of a new millennium, let the revolution begin!
Tanja
- The Blessing
- Hellforces
- Dance With The Demon
- Sons Of A New Millennium
- Heavy Metal Desire
- March For Victory
- Like A Raptor
- Guardians Of The Dragon Grail
- Freedom Heart
- Fight Forever
- Nowhere Man
- Metal Law 2006
Label: Massacre Records
weitere Links
CD-Review: Majesty - Sword & Sorcery
CD-Review: Majesty - Reign In Glory
CD-Review: Majesty - Sons Of A New Millennium
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