Underground
Anomally - Once In Hell ...
(Spielzeit: 34 min./VÖ: 31.10.2008)
Nach dem zunächst eher mäßigen Eingangsintro hauen die sechs Portugiesen gleich mal ziemlich deftig ins Mett. Allem voran die Amon Amarth/Hypocrisy/Amorphis/Moonspell-Fraktion darf sich von Once In Hell angesprochen fühlen.
Das Album vereint diverse Vorzüge aller vier genannten Bands plus desöfteren eingestreute Ambientklänge, deren Ideen das Genre den Melodischen Gothic/Ambient/Dark/Viking/Death/Blackmetal schwer beeinflusst haben. Wunderschön sphärische Parts erinnern desöfteren an Amorphis und Moonspell. Sobald es riffbetont verbunden mit dunkel-tiefkehligem Gesang zur Sache geht, kommen Amon Amarth, One Man Army und Hypocrisy ins Spiel, wobei sich Vintersorg/Borknagar-Einflüsse munter dazugesellen.
Höherlastige Stratovariusgesangsanteile und klassischer Heavy Metal-Gesang sorgen ausgleichend für das melodische Stimmenspektrum, womit die interessante Mischung schon beim ersten Hörversuch mächtig Eindruck hinterlässt.
Damit ist der seit 2005 bestehenden Combo von den Azoren ein imposantes Debüt gelungen, bei dessen Material namentlich erwähnte Szenegrößen selbst ebenfalls nicht schlecht ins Staunen geraten dürften.
Leider besitzt Once In Hell bei aller gebotenen Klasse nur einen minimalen Schönheitsfehler: Das Album hätte rein spielzeittechnisch betrachtet, ein bis zwei Tracks mehr beinhalten und somit ruhig etwas länger ausgefallen sein können. Prädikat: Gut!
Toschi
- Spiritual Embrace
- Between Angels And Demons
- I Am God
- No Words From The Dead
- Legacy Of Blood
- Apocalyptic Signs
- Immortal
- No Hope
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