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Dark At Dawn - Of Decay And Desire

(Spielzeit: 45 min./VÖ: 20.10.2003)
Dark At Dawn - Of Decay And Desire

Schon der starke Opener The Sleepwalker deutet an, dass hier eine höchst eigenständige Band am Werk ist, die ihr Handwerk versteht. Darkromantic-Powermetal mit starkem Gothic-Touch, so oder so ähnlich könnte man das auf Decay And Desire verzapfte Soundgebräu bezeichnen. Dark At Down verstehen es meisterlich, herrliche Melodien mit erstklassiger Atmospäre zu erzeugen und auch noch mit abnorm groovenden, extrem fetten Gitarren zu verbinden. Eine Kombination, die es mächtig in sich hat. Beeindruckender, schöner, fesselnder und besser kann man Metal einfach nicht spielen! Direktvergleiche sind bei DAD überflüssig, da dieser Combo ein derart hoher Wiedererkennungswert anhaftet, der ihr das gewisse Etwas verleiht, einen Esprit, eine Atmosphäre, wie man sie selten im Heavy Metal-Bereich findet.
Schon die ersten Klänge von Of Decay And Desire wissen den Hörer zu fesseln und widerstandslos in seinen Bann zu ziehen. Im Vergleich zu den beiden schon recht passablen Vorgängeralben gelang der Band eine gewaltige Steigerung, die es sogar für Dark At Down selbst schwierig machen dürfte, dieses kleine Meisterwerk nocheinmal zu toppen!
Track 3, Luna, besticht durch enorm fette, doomige Gitarren, wie man sie seit den kultigen Lake of Tears im Gothic-Metal-Bereich schon lange nicht mehr gehört hat. Dass DAD jedoch nicht gewillt sind, nur langsam zu spielen, zeigt das anschließend treibende Maid Of Stone. Immer wieder sicher eingestreute Tempo- und Riffwechsel zeigen die mittlerweile zum Trio geschrumpfte Band in richtig guter Form. Wer auf klassische Leadgitarren vom Allerfeinsten eingekleidet in ein fettes Soundgewand viel Melancholie und herrlichen Groove steht, ein kräftiges, gut verständliches mittleres, tiefes Organ mag und gern im Takt abmoscht, sollte Dark At Down (sofern er diese Band noch nicht kennt) auf jeden Fall anchecken, es lohnt sich!
Die Gesangsduette von Shouter Thorsten »Buddy« Kohlrausch mit Gastsängerin Anissa Taggatz gehören ebenfalls zu den eindeutigen Höhepunkten auf diesem erstklassigen, gut dreiviertel-stündigen Metalhappen reinsten Kalibers. The 5th Horseman hätte selbst die Kultlegende Iron Maiden gitarrentechnisch nicht besser einspielen können. Das Teil powert und groovt an allen Ecken und Kanten. Nicht nur die gesamte Mucke, auch die Titel aller zehn Tracks auf diesem straighten Longplayer sind oberamtlich kultig, z.B. Track zwölf, The Rose Of Tears treibt einem fast im wahrsten Sinne des Wortes Tränen in die Augen, wenn man den Song in all seiner ganzen Schönheit und Pracht hört. Unbeschreiblich! Mit dem Trio Dark at Dawn ist dem Schwalmstädter Label AFM-Records - wie in der Vergangenheit häufiger schon - ein weiterer Superfang gelungen. Prima!
Ein kleiner Hinweis noch zu diesem wirklich in allen Belangen interessanten Longplayer bei dem es sich nach genauer Betrachtung um ein Konzeptalbum über alte Gottheiten, die Apocalypse, Menschheitsträume, das Leben mit seinen ständigen Auf und Ab und die ständig im Widerstreit zueinander stehende Zeremonie der Gegenteile im Kosmos handelt. Coverartwork, Texte, Soundproduktion und Musik - auf diesem Longplayer stimmt einfach alles! Ein Sonderlob von meiner Seite auch an Andy Classen, der als Producer einen erstklassigen Job gemacht hat. Mit diesem Output dürften Dark At Down nicht nur ihre alten Anhänger zufriedengestellen, sondern gleichzeitig auch viele neue hinzugewinnen. Mit ein wenig Glück könnte das Trio mit diesem herrlichen Konzeptalbum schon bald den verdienten Durchbruch schaffen. Im Falle dieser Band würde ich ohne Zögern die Höchstnote geben. Einfach Klasse, was Dark at Dawn auf diesem (leider nur dreiviertelstündigen) Stück Vinyl abgeliefert haben! Ein Album, das alle Sicherungen schon beim ersten Durchhören fast mühelos zum Durchbrennen bringt. Of Decay And Desire gehört für mich - ohne wenn und aber eindeutig zu den unumstrittenen Highlights des Jahres 2003 - High-Steel-Faktor zehn!!!

Toschi

 Tracklist:
  1. The Sleepwalker
  2. End Of Ice - Warriorqueen
  3. Luna
  4. Maid Of Stone
  5. Forever
  6. The 5th Horseman
  7. ... And The Sea Wept
  8. Soulitude
  9. Fair Well
  10. Weltenbrand
  11. One-Night Fall
  12. The Rose Of Tears
Discographie:
1999 - Baneful Skies - Iron Glory
2001 - Crimson Frost - Iron Glory
2002 - First Beams Of Light - Iron Glory
2003 Review ansehen ... Of Decay And Desire - AFM-Records
2006 Review ansehen ... Dark At Dawn - AFM-Records
weitere Infos:

Homepage www.darkatdawn.de

Label: AFM-Records


weitere Links
Biografie:

Biografie: Dark At Dawn

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Dark At Dawn - Dark At Dawn

Live-Reviews:

11.07.2003 bis 12.07.2003: Rocktown Open Air 2003 (Bebra, Biberkampfbahn)


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