CD-Reviews
Rebellion - Sagas Of Iceland
(Spielzeit: 49 min./VÖ: 30.05.2005)
Nach dem etwas schwächeren »Born A Rebel«-Album vor zwei Jahren, haben Rebellion glücklicherweise wieder in die richtige Spur zurückgefunden und ein bärenstarkes Stück Edelstahl abgeliefert, wie es nicht alle Tage vorkommt.
Um es vorweg zu nehmen: Die Band hat sich ganz der Wikingerthematik verschrieben und dabei ein ganz feines Stück Vinyl eingespielt! Eingeleitet vom wunderschönen Intro In Memorandum Lindisfarnae folgt mit Yglinga Saga To Odin We Call sogleich ein kraftvoller Midtempostampfer in bester Härtner-Tradition.
Sagas Of Iceland repräsentiert den ersten Teil eines drei Alben umfassenden Gesamtkonzepts, das sich um Geschichte und Wirken der Wikinger dreht. Um Sagas Of Iceland zu toppen, bedarf es schon einer absoluten Höchstleistung vom »Reaper« und dessen Crew, da gerade die beiden letzten Studioalben der »Totengräber« bei Weitem nicht mehr an die Klasse von Hochkarätern wie »Tunes Of War« oder »Knights Of The Cross« herankommen, ganz im Gegensatz zu Sagas Of Iceland: Das Album (welches durch ein tolles Cover veredelt wurde) sprüht nur so vor Power, herrlichen Gitarrenriffs, zahlreichen wunderschönen Melodien, kompromissloser Heavyness und hymnenhaftem Flair, dass es eine wahre Freude ist!
Sagas Of Iceland lebt und atmet den Spirit des unverfälschten Metals. Kraftvolle Midtempo-Stampfer mit Hymnenflair, Marke Ragnhild's Dream, Eric The Red, Freedom (The Saga Of Gang Hrolf), Sword In the Storm, spalten Dir gnadenlos den Schädel, noch ehe der Morgen so richtig begonnen hat! Geschickt eingesetzte kraftvolle Backgroundchöre, tonnenschwere, in allen Belangen enorm tödliche Gitarren - Björn Eilen und Uwe Lulis (der unbestritten zu den besten Gitarristen seines Fachs auf nationaler Ebene gehört) entfachen ein wahres Inferno (!!) hinzu kommt das ausdrucksstarke, extrem variable mittelhohes Organ von Vocalist Michael Seifert sowie die souverän aufspielende Rhythmusfraktion machen Sagas Of Iceland zu einem Highlight des klassischen Heavy Metals. Diverse Soundeffekte sowie die Stimme eines durchs Thema führenden Geschichtenerzählers (wie sie früher beispielsweise häufig bei Running Wild-Alben verwendet wurde) veredeln diesen Silberling zusätzlich, man fühlt sich direkt ins Wikinger-Zeitalter zurückversetzt.
Ultimativ arschtight und volles Kanonenrohr auf die Glocke, ist dieses Album die gnadenlose Vollbedienung für alle trendfreien Heavy- und PowermetallerInnen denen der Geist des wahren Metals innewohnt. Auch die Fraktion der geschichtsinteressierten MetallerInnen dürfte allen Grund zur Freude haben, da Sagas Of Iceland zahlreiche Hinweise auf die Geschichte der Wikinger enthält. Sollte der Nachfolger ähnlich stark ausfallen wie dieser erste Teil, sehe ich den beiden kommenden Silberlingen schon jetzt mit großer Vorfreude entgegen.
Fazit: Zwölf Hymnen feinster Edelstahlschmiedekunst. Uneingeschränkte Kaufempfehlung, und eine verdammte Pflicht für jeden echten Metalhead!
Toschi
- In Memorandum Lindisfarnae
- Ynglinga Saga
- The Sons Of The Dragon Slayer
- Ragnhild's Dream
- Harald Harfager
- Eric The Red
- Freedom
- Treason
- Sword In The Storm
- Blood Rains
- Ruling The Waves
- Canute The Great
- Harald Hadrade
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2002
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2003
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2005
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Label: Massacre Records
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