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Rocktown Open Air

28.07.2001, Biberkampfbahn, Bebra

Am 28. Juli 2001 war es mal wieder Zeit für das dritte Rocktown Open Air mit neuem Festivalgelände und glühender Hitze!
Um 16 Uhr begann die ganze Sache mit Bondage, einer Skunk Anansie Cover Band aus der Region, die wir leider verpaßt haben, da wir bestimmt zehn mal durch ganz Bebra gefahren sind und es immer noch nicht gefunden hatten; man konnte ja auch nicht ahnen, daß das als Sportplatz angekündigte Gelände Biberkampfbahn heißt!

Pain Department

Na ja, immerhin haben wir uns dann rechtzeitig zu der Bad Hersfelder Band Pain Department eingefunden und diese hatten genauso viel Pech wie wir, denn deren Sänger war leider ausgefallen und mit der Gitarre hatte man auch heftige Probleme. Also übernahm der Gitarrist den Part des Sängers und versuchte zu retten, was zu retten war. Pain Department machen Musik in der Richtung New Metal wie sie ihre Musik selbst einordnen und ich würde sagen, die Band muß man sich noch mal unter normalen Umständen ansehen.

Perfact Crime

Anschließend kamen Perfact Crime auf die Bühne, die schon länger bei der Sache sind Musik zu machen. Die Band schien zwar in musikalischer Hinsicht ausreichend Live-Erfahrung mitgebracht zu haben, jedoch merkte man ihnen an, daß es ihnen äußerst unangenehm war, vor wenig Publikum zu spielen, das auch noch schwer davon zu überzeugen ist mal mitzugehen sei es wegen der Hitze oder wegen des allgemeinen Stimmungsmangels!
Die musikalische Richtung von Perfact Crime ist auch nicht so ganz zeitgemäß gewesen, denn Melodic Metal ist zur Zeit nicht so ganz angesagt.

Nach einer Stunde Spielzeit kamen die Schweizer Excelsis an die Reihe und siehe da, die Leute fingen wahrhaftig an wach zu werden.
Mit Ihrer Musik im Stil von Blind Guardian und Skyclad konnten sie die Menschen doch noch ins Staunen versetzen, denn daß der Sänger auch noch ab und zu ins Horn stieß hat doch einige verwundert.
Mit außergewöhnlichen Instrumenten und den Standard Instrumenten einer Metal Band hat diese Band die Richtung True Metal mal wieder ein bißchen aufgepeppt, das ganze kam sehr gut an.

Dark Age

Danach kam ein weiteres Highlight des Abends und zwar die Jungs von Dark Age. Nachdem die Sonne hinter einigen Wolken verschwand und ab und zu wenigstens ein Lüftchen wehte schienen die Metal Fans der härteren Gangart doch aufzuwachen und hatten nur darauf gehofft die Matten mal wieder kreisen zu lassen. Dementsprechend war dann auch die Stimmung und die Fans, die aufs Rocktown gekommen waren, feierten die Hamburger Dark Age so richtig schön ab.
Nach einer Stunde Spielzeit schrien die Zuschauer sogar noch um Zugabe, ich dachte nicht daß das noch eine Band schaffen würde.

Thunderstorm

Thunderstorm eine Doom Band aus Italien versetze mich ein weiteres mal ins Staunen, mit so schnellen Parts hatte ich für eine Doom Band nicht gerechnet. Allerdings hörte man bei Thunderstorm sehr deutlich ihre Black Sabbath Einflüsse raus, was aber nicht unbedingt schlecht rüber kam.
Thunderstorm boten genau wie Dark Age etwas fürs Auge und moshten, was das Zeug hielt. Der Sänger legte eine Theatralik an den Tag, was doch sehr gut zu den Klängen der Musik und auch zum Bühnenbild paßte.
Zum Schluß spielten die Jungs auch noch eine Coverversion von Black Sabbath und die Menge tobte wahrhaftig.

Custard

Zu guter letzt kamen als Headliner Custard aus Paderborn, die einigen Leuten schon bekannt waren.
Custard fingen gleich an zu powern mit Stücken in Helloween Manier, doch gesanglich schafft es wohl keiner Michael Kiske zu imitieren, obwohl er doch sehr nah heran kam.
Musikalisch hatten Custard doch schon einige Live Erfahrungen gemacht und konnten einen Teil des Publikums mitreißen. Ein Teil des Publikums nahm der Band aber immer noch ihre Starallüren übel, als sie sich trotz Zusage vor einiger Zeit zu fein waren in einem kleinerem Club in der näheren Umgebung zu spielen und diesen am Abend des Konzerts sofort wieder verließen und ihr Publikum allein stehenließen.

Insgesamt kann man sagen, daß das Festival sehr gelungen war, wenn auch viel zu wenig Zuschauer kamen. Wie man es von den Leuten von Rocktown gewohnt ist, stimmte die Organisation der Veranstaltung und die Getränkepreise waren sehr fair. Zugegeben, die Veranstalter hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, denn das Mischpult war ohne Überdachung aufgebaut worden. Ein kurzer Regenschauer hätte das Team wohl arg in Bedrängnis gebracht.

Was ich sagen kann ist: kommt doch nächstes Jahr auch mal nach Bebra, denn die Jungs geben sich echt alle Mühe um ein Festival zu veranstalten und schaut auf die Homepage von Rocktown, da es neben dem alljährlichen Open-Air auch noch mehrere interessante Clubgigs gibt.
Nähere Infos und ein riesiges Bildarchiv zur obigen Veranstaltung unter der Seite www.rocktown.de

Monika

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Interview: Dark Age, 24.01.2008 Die Rückkehr!

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Live-Reviews:

11.07.2003 bis 12.07.2003: Rocktown Open Air 2003 (Bebra, Biberkampfbahn)


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