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Wolfen, The Mystery, Unrest

11.11.2005, Wuppertal, Live Club Barmen

Langsam wird es neblig und grau draußen, November eben. Doch den kann man sich ruckzuck mit einem kleinen Konzert wärmer gestalten. Viel wärmer, wie man später erfährt ...
Zur Einlasszeit um 20:00 Uhr stehen rund 20 Nasen vor dem LCB in Wuppertal und wollen dringend rein, um sich von Musik und Bier die Kälte aus den Gliedern treiben zu lassen. Für einen Freitag Abend dürften es aber ruhig mehr sein. Mal sehen, was noch kommt.
Noch sind die zwei netten Damen vom Merchandising Stand (Chrissi und Miriam) nicht wirklich im Stress, obwohl bereits vor dem Konzert einiges verkauft wurde.

Gemächlich füllt sich die rund 350 Mann fassende, gemütliche Halle - wenigstens bis zur Hälfte, und Wolfen begeben sich auf die Bretter, um uns einzuheizen. Diese Aufgabe lösen sie gut. Mit einer Spielzeit von 45 Minuten und gut ausgesuchten Songs, locken die Kölner ihre Zuschauer mit ihrem melodischem Gemisch aus Power und Thrash Metal schon ganz gut aus ihren Schneckenhäusern.

The Mystery
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Die goldene Mitte bestreitet die Heiligenhauser Band The Mystery, die mit einem Set ihrer beiden Alben »Facing The Storm« (z.B. »1.000.000 Light Years Away«) und die erst erschienene »Scars« (z.B. »Schizophrenia«) aufwarten. Von der ersten Sekunde an haben die drei Jungs (Alex »Thunder« Martin an der Gitarre, Daniel »Das Tier« Kahn an den Drums und Christian Rüthers am Bass) und ihre Frontdame Denise Olbrich die Meute im Griff und beweisen wieder einmal, dass sie die heimlichen Headliner eines Rockabends sind. Moshpit in den ersten Reihen, headbanging bis der Arzt kommt. Immer wieder wurden Drumsoli von Schlagwerker Daniel Kahn seitens des Publikums erwünscht, das es dann schließlich auch zur Zufriedenstellung bekam.
Um diese Resultate bei Zuschauern zu erzeugen, braucht man eingängige Melodien, heftige Riffs und eine Band, die so sympathisch und Fan-nah agiert, wie es eben The Mystery tun. Die ironischen Ansagen der charmanten Sängerin tragen ihr Übriges dazu bei: »Jetzt kommt ein Song über Herzschmerz, wie bei uns ach so selten!« Weiter so!! Manager und Veranstalter Mario war auch zufrieden.
Setlist

  • Intro
  • Vengeance Is Mine (Scars)
  • Fading Away (Scars)
  • 1.000.000 Light Years Away (Facing The storm/Scars)
  • Restless Heart (Scars)
  • Scars (Scars)
  • Another Day In Hell (Scars)
  • In Our Hearts (Facing The Storm)/Broken (Facing The Storm)
  • Facing The Storm (Facing The Storm)
  • Running From The Law (Scars)
  • Revolution (... Where The Wind Blows Freedom)
  • Revenge (Scars)
  • Everytime (Facing The Storm)
  • Schizophrenia (Scars)
  • Zugabe: Tell Me Whether (Facing The Storm)

Unrest
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Nach der beeindruckenden Show von The Mystery hatten Unrest kaum mehr Chancen. Es war doch schon ziemlich leer, als die Männer um Sänger Sönke Lau auf die Bühne gingen, und es wurde immer leerer… Die in Bremen gegründeten Unrest brauchten eine etwas längere Anlaufzeit. Die Riffs waren ordentlich. Spieltechnisch gab es nichts zu meckern. Lediglich die Stimme Sönkes klang wie eine Mischung aus AC/DC Sänger Brian Johnson und Udo Dirkschneider. Leider nicht mein Geschmack, da zu unoriginell und auch nur der harte Kern von etwa 70 von den einstmals rund 120 Nasen feierte noch mit.

Nichtsdestotrotz mangelte es nicht an Stimmung. Ein gelungener Abend mit drei Bands, die stilistisch zusammen passten und (auch im - oder gerade wegen dem kleinen Rahmen?) rockten.

Tanja

weitere Links
Interviews:

Interview: The Mystery, 18.10.2005 ein bißchen verrückt und trotzdem normal

CD/DVD-Reviews:

CD-Review: Wolfen - The Truth Behind
CD-Review: The Mystery - Scars

Live-Reviews:

10.12.2005: The Mystery (Heiligenhaus, Pabb)
03.09.2005: Metal For Mercy Festival (Bochum, Matrix)
02.09.2005: 1. United Metalheads Festival (Wuppertal, Die Börse)


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