Nach anfänglichen Soundproblemen (übersteuerte Double-Bass-Drum, Leadgitarre zu leise), wurde dieser mit zunehmender Spielzeit immer besser.
Leider spielten W.A.S.P. nur etwa gut die Hälfte ihrer Klassiker, das Publikum konnte teilweise recht wenig mit den neueren Stücken anfangen), was der guten Stimmung der eingefleischten WASP-Fans jedoch keinen Abbruch tat. Daß Blacky und Co. es immer noch können, bewiesen sie eindrucksvoll mit Stücken wie Love-Machine, Fuck Like A Beast, I Wanna Be Somebody oder der phantastisch heroischen Halbbalade Sleeping In The Fire - bei denen die Fans in guter Stimmung mitsangen - allesamt zeitlose Klassiker und somit Stücke, die einem jeden Die-Hard-WASP-Fan geläufig sein müßten!
Durch das stark begrenzte Zeitlimit konnte die Band leider nur eine Zugabe spielen: Folglich beendete der All-Time-Klassiker Blind In Texas als gelungener Schlußpunkt ein gutes, streckenweise jedoch recht durchwachsenes Konzert. Toschi
Der Freitag ging für mich mit Napalm Death los. Ich hatte mich extra früh losgemacht, um die Death/Grindcorelegende aus der ersten Reihe bewundern zu können.
Die hohen Erwartungen, die ich an die Band aus Birmingham hatte, wurden dabei nicht enttäuscht. Napalm Death agierten voller Spielfreude und ballerten so ganz nebenbei Granaten wie Suffer The Children, Scum oder Unchallenged Hate ins begeistert mitgehende Publikum.
Für mich herausragend waren das Raw Power Cover Politicians und der obligatorische Abschluss mit einem klaren Statement von Barney gegen Faschos Nazi Punks Fuck Off bei dem Band und Fans noch einmal alles gaben.
Fazit: Absolut kurzweilig und für mich einer der Höhepunkte des Festivals! Lars
Als musikalisches Kontrastprogramm wanderte ich anschließend zur Party Stage, um mir Kamelot anzusehen. Leider litt die Band unter einem recht dürftigen Sound, der das Keyboard zu sehr in den Vordergrund hob. Das tat der Qualität ihrer Songs jedoch keinen Abbruch. Ich hatte zwar das Gefühl, die Band spielte ihr Programm alles in allem etwas zu routiniert ab, ohne wirkliche Begeisterung bei mir zu wecken, aber das sahen die zahlreichen versammelten Fans anders und gingen gut mit.
Ob bei den Mitsingspielchen bei Call Of The Sea oder aber bei dem flotten Nackenbrecher Wings Of Despair oder dem hymnischen Nights Of Arabia, den Fans gefiel, was sie sahen. Bleibt noch zu sagen, daß die Songs des aktuellen Longplayers Karma am besten ankamen. Diese Band wird ihren Weg wohl noch gehen. Lars
Nach einer gesanglichen Einlage bei dem Soundcheck gingen Sonata Arctica so richtig in die Vollen!
Spätestens nach dem Hit vom vergangen Jahr Kingdom Of A Heart wurden auch die übelsten Kritiker eines Besseren belehrt. Gesanglich und auch musikalisch wurden Sonata Arctica auf jeden Fall ihrer CD Aufnahmen mehr als gerecht.
Schade, daß die Jungs ein wenig zeitknapp waren und leider keine Zugabe mehr zum besten geben konnten, die Fans mußten dies leider so hinnehmen und gingen ein wenig enttäuscht zur nächsten Band über. Monika
Nach einen ausführlichen Grillnachmittag (das gehört einfach zu Wacken) war ich gut gestärkt für den Auftritt von Nevermore, dem ich besonders entgegen fieberte, da ich die Band auf ihren vorangegangenen Touren zu ihrem neuen Album nicht erlebt hatte.
Die musikalische Seite des Gigs riß mich förmlich um. Begeisterte Spielfreude der Band, alle Mitglieder waren ständig in Bewegung, der Sound war fett und die Songs genial. Es wurden hauptsächlich Songs vom Dead Heart In A Dead World Opus zum besten gegeben. Lediglich drei Songs des Sets stammten nicht von diesem Meisterwerk.
Als Überraschung wurde mit White Rabbit sogar ein Song aus alten Sanctuary-Zeiten ausgegraben.
Soweit alles gut? Ja, soweit! Aber an dieser Stelle muß ich mal was zum Thema Security loswerden. Garantiert werden sich wieder einige über die ach so brutale Security beschweren. Dazu sei hierangemerkt das 99% der Security außergewöhnlich freundlich und zuvorkommend waren. Leider war das beim Auftritt von Nevermore etwas anders.
Das mag an den Anstachelungen von Sänger Darrell gelegen haben, der die Leute dazu animierte auf die Bühne zu klettern (war nicht so eine tolle Idee...), jedenfalls wurde die Security immer brutaler, was letztlich dazu führte, daß der neue Gitarrist von Nevermore, der sich nach dem Auftritt in den Fotograben gewagt hatte, um den Fans zu danken, von der Security aus eben diesem Graben herausgeschmissen wurde, was erst später auffiel.
Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei nochmals gesagt, daß die Security ansonsten in Wacken zum großen Teil wirklich in Ordnung war. Die oben erwähnten Vorkommnisse waren die absolute Ausnahme. Lars
Kaum daß Nevermore nebenan fertig waren, ertönten die ersten Overkill Schlachtrufe aus dem Publikum. Und so ging es dann auch weiter. Bei Liedern wie Fuck You, Elimination und Bastard Nation wurden sie ordentlich abgefeiert.
Besonders gut angekommen ist das Lied In Union We Stand, das in lauten Chören mitgesungen wurde. Overkill gehörte zu den wenigen Bands dieses Festivals, die bereits seit weit mehr als zehn Jahren in der Metalszene herumgeistern und über einen so langen Zeitraum eine so große und treue Fanschar an ihrer Seite haben. Bei ihren Konzerten sieht man alle Metalgenerationen einträchtig Seite an Seite feiern.
Overkills ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack aber jeder, der auf diese Richtung steht kommt garantiert auf seine Kosten und aus der Metalszene sind sie ohnehin absolut nicht mehr wegzudenken. Eine echte Institution. Waltraud
Mit Mortician war für die härtere Gangart am Freitag Nachmittag gesorgt, denn die zwei Mann Kombo musizierte alles in Grund und Boden.
Ich war doch sehr erstaunt, wie Brutal die Jungs ihr Show runterziehen, ohne böse Effekte oder irgendeinen Schnickschnack. Monika
Die sympathischen Schweden hatten von Beginn an das Publikum auf ihrer Seite. Schon zu den Klängen des ersten Songs brandete reihenweise frenetischer Jubel auf, und es wurde schnell deutlich, daß Therion eine Klasse für sich darstellen würden, was sie auch während ihrer gut einstündigen Spielzeit, die ihnen zur Verfügung stand, eindrucksvoll bewiesen.
Der Hauptanteil des Sets bestand aus Stücken vom Theli-Album, dem erfolgreichsten Album der Band, doch auch die Stücke der anderen Alben wurden begeistert von der dankbaren Fanschar aufgenommen.
Bei Therion zeigte sich einmal mehr, daß sich ihr Fankreis durch alle Musikbereiche des hiesigen Metalspektrums ausdehnt. True-Metaller, Gothics, Hardcore, Punks, Thrasher und Black-Metaller lauschten einträchtig den Klängen dieser phantastischen Band, auch der Schreiber dieses Berichts war vollauf angetan von einem äußerst gelungenen Auftritt.
Der Frauenchor im Hintergrund setzte dem gesamten Gig noch obendrein das Sahnehäubchen auf. Fazit: Klasse Band, klasse Gig!!! Toschi
Zu Saxon noch viele Worte zu verlieren, das hieße Eulen nach Athen zu tragen. Saxon sind im Bereich klassischer Heavy-Metal eine nicht mehr wegzudenkende Institution! Biff und seine Mannen zeigten sich schon von Beginn an in bestechender Form, was auch die Reaktionen der Fans, die viele der Songs mitsangen und dicht gestaffelt bis in die hinteren Reihen wie eine Wand hinter Saxon standen, eindrucksvoll bewiesen!
Die Spielfreude der Band übertrug sich auch schnell auf's Publikum! Ganz gleich ob Motorcycle-Man, Crusader, Heavy-Metal-Thunder, Dogs Of War, The Power And The Glory oder die zum Schluß von den Fans frenetisch geforderten beiden Zugaben Wheels Of Steel und Denim And Leather, Saxon zeigten eindrucksvoll das ganze Spektrum ihrer über 20-jährigen Bandgeschichte, wobei es ihnen gelang, nicht nur die Alt-Semester zu überzeugen, sondern auch den jüngeren Semestern eine überzeugende Performance zu bieten!
Der zum Schluß mehrfach aufleuchtende stählerne Adler, das Markenzeichen der Band, hatte allen Grund zum Strahlen. Saxon hinterließen einen glänzenden Eindruck, was die minutenlang anhaltenden zahlreichen Zugabe-Rufe zu Ende des regulären Sets eindeutig belegten, somit zählte die Band zu den absoluten Highlights des diesjährigen W.O.A.!!! Aus dem Direktvergleich mit Saxon - sofern es denn einen gäbe - wären W.A.S.P und Motörhead (deren Bericht an späterer Stelle folgt) somit nur als zweiter Sieger hervorgegangen. Toschi
Das Highlight am Freitag Abend waren Dimmu Borgir und zudem auch krönender Abschluß für diesen Abend. Dimmu Borgir wurden ihrem Image wieder voll gerecht mit ihrer Bühnenshow und ihrem Outfit, das so richtig Böse wirkte.
Was allerdings nicht ins Bild paßte, war die Tatsache, das Sagrath und seine Mannen von den weiblichen Fans mit Plüschtieren beworfen wurden (wer weiß, vielleicht spucken diese ja Blut, wenn man ihnen auf den Bauch drückt).
Die Fans schrien laut ihre Lieblingssongs in die Menge in der Hoffnung, daß sie bis nach vorne durchdringen würden, was auch am Ende des Gigs erfüllt wurde (Morning Palace).
Da wir die Band schon seit längerer Zeit nicht mehr live gesehen haben und diese zeitweise einfach nicht mehr unser Fall war, hatten wir eigentlich nicht damit gerechnet, daß uns Dimmu Borgir doch wieder voll überzeugen konnten.
Musikalisch sind sie nicht mehr so nervig wie auf dem letzten Album, da sie das Keyboard Gott sei Dank wieder in den Hintergrund gestellt hatten. Monika
Als ich mich am Samstagmorgen aus meinem Schlafsack gequält hatte, erwartete mich die Speed Metal Vollbedienung in Form der Australier Destroyer 666.
Erstaunlich wie viele Fans aus Australien an diesem Morgen vor der Bühne versammelt waren. Was soll ich sagen? Mir hat die Show gefallen, die Band kam zwar sehr prollig daher, mit vielen Nieten und Ketten etc. die Musik aber war cool, sehr old schoolig eben.
Höhepunkt war der Mitgröhlsong Australian And Antichrist. Daumen hoch für die Aussies. Lars
Vintersorg spielten dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Wacken Open Air und ich war erstaunt wie bekannt und beliebt die Band doch ist.
Mal abgesehen davon, daß die Jungs geniale Musik machen haben sie live auch einiges zu bieten. Der Gesang und auch der instrumentale Teil kamen fast so gut, wenn nicht noch besser als auf ihrem Tonträgern.
Auf jeden Fall haben die Mannen ganz gut abgeräumt, wenn man bedenkt, daß es doch eigentlich noch früher Abend war und ebenbürtige Bands zeitgleich gespielt haben. Monika
Das erste Mal als ich das Zelt betrat in dem sich die Wet Stage befand, fiel mir sofort auf, daß die Bühne nicht größer als mein Wohnzimmer war. Nicht die besten Voraussetzungen für die Bands die dort spielten.
Lost Horizon hatte dann auch mit der sehr eingeschränkten Bewegungsfreiheit zu kämpfen, spielten die Songs ihres gleichnamigen Debüts jedoch fehlerfrei. Über das Outfit der Band läßt sich sicherlich streiten, die Fans feierten die Band aber trotzdem ab.
Eins noch:Wenn die Identifikation mit dem Krieger–True–Metal Klischee so weit geht,daß einige Leute mit Plastikschwertern vor der Bühne herumfuchteln, dann ist der Grad zur Lächerlichkeit aber schon bei weitem überschritten. Echt merkwürdig, was sich manche Leute so einfallen lassen. Lars
Nach einem längeren Verwirrspiel,wer wann wo spielt, standen nach Lost Horizon plötzlich Naglfar auf der Bühne, die frenetisch gefeiert wurden, trotz der Tatsache, daß die Schweden den wohl miesesten Sound des gesamten Festivals hatten und man die Songs der Band nicht wirklich unterscheiden konnte. Es bildete sich aber sofort ein großer Moshpit,der bis zum Ende des Gigs auch bestehen blieb.
Die Wacken-Verantworlichen sollten sich für das nächste Jahr aber überlegen, ob sie die Wet Stage nicht auf das eigentliche Festivalgelände stellen, die fliegenden Dosen im Zelt bildeten eine ständige Gefahr für die Zuschauer, das muss unbedingt aufhören! Lars
Daß Grave Digger zu den besten Heavy-Metal-Bands hierzulande zählen, dürfte eigentlich kein Geheimnis mehr sein. Es gibt eigentlich neben Blind Guardian oder Running Wild oder Helloween kaum eine Band in der Sparte klassischer Heavy-Metal/Powermetal, die soviele Klassiker mit Hymnen-Format in ihrem Repertoire aufzuweisen hat!
Schon von Beginn an legte die Band mit einer derart erfrischenden Spielfreude los, die sich sofort auf die Fans übertrug. Es war der Band anzumerken, daß sie ihren Auftritt in Wacken sichtlich genoß.
Allen voran Shouter Chris Boltendahl, der das Publikum immer wieder zum mitmachen antrieb, wobei er auf große Resonanz bei den Fans stieß. Der neue Gitarrist Manni Schmidt fügte sich sogleich nahtlos ins Bandgefüge ein und ließ die Gitarre kreisen, daß es eine wahre Freude war, diesem Gig beizuwohnen!
Eine Hymne jagte die andere, die Band spielte nicht nur einfach ihren Stiefel herunter, (so wie es z. B. Hammerfall taten) sondern verstand es geschickt, ihren Set aus altbekannten und neueren Stücken zu mischen, und daß die Mischung stimmte, zeigten auch die später noch anhaltenden Zugaberufe der Fans.
Grave Digger fuhren die gesamte Palette an hymnenhaften Metalstücken inclusive einer Halbbalade (The Ballad Of Mary), die ebenfalls von der gutaufgelegten Fan-Schar frenetisch mitgesungen wurde, auf.
Hielten sich bis spätestens vor dem Auftritt viele hartnäckige Gerüchte, daß die Band den Ausstieg ihres Hauptgitarristen Uwe Lulis nicht verkraften und sang und klanglos in Wacken untergehen würde, - von vielen im Vorfeld bereits totgesagt- erhob sich der Phönix mit gewaltigem Flügelschlag aus der Asche:
Die Skeptiker wurden schnell eines Besseren belehrt und die Gerüchte verstummten, wie plötzlich von einem gewaltigen Sturm fortgeblasen! Diesen Sturm entfachten Chris Boltendahl und Co.: Stücke wie: Circle Of The Witches, The Dark Of The Sun, Lionheart, Morgana Lefay, The Round Table, Rebellion (The Clans Are Marching On), Excalibur verleiteten die Fans reihenweise zum mitsingen und bangen, bis zum Anschlag, ehe schließlich der unverwüstliche Grave-Digger Klassiker, jene Hymne, die bei keinem Auftritt der Band fehlen darf - richtig, die Rede ist von Heavy-Metal-Breakdown (eingefleischte Grave Digger Fans wissen, wovon die Rede ist) eine superbe Vorstellung beendete, die dem Stichwort Heavy-Metal im wahrsten Sinne des Wortes auf unnachahmliche Art und Weise ihren Stempel aufdrückte. Klasse!!!
Minutenlange euphorische Zugaberufe der Fans nach dem Gig bestätigten es: Der Totengräber (englisch: Grave Digger) ist zurück, und wie, besser denn je!
Fazit: Arschtight und voll auf die Zwölf, Daumen hoch! Ein echtes Highlight! Grave Digger dürfen eindeutig zu den großen Gewinnern des diesjährigen W.O.A. 2001 gezählt werden! Toschi
Schon während der Umbaupause erschallten vor der Party Stage Panzer, Panzer
Rufe. Jag Panzer wurden mit Beginn ihres Auftrittes frenetisch gefeiert. Ich persönlich fand das sehr klischeebeladene Posing von Frontmann Harry Conklin ein wenig übertrieben, sei's drum.
Songs wie Iron Eagle, King At A Price oder auch Licensed To Kill sind unzweifelhaft mit das Beste, was der True Metal hervorgebracht hat und so verdiente sich die Band die Zuneigung des Publikums redlich. Lars
Nach einigen Hin und Her kamen am Samstag Nachmittag doch noch Crematory an den Start, um ihr letztes offizielles Open Air Konzert von statten zu bringen!
Die Masse war am toben als die Jungs auf die Bühne kamen und feuerten gleich mit den besten Songs die die Band zu bieten hatte los. Mit Songs wie Tears Of Time war der absolute Höhepunkt erreicht und die Fans grölten aus voller Seele mit. Ich denke dies war ein gelungener Abschied von Crematory, aber wer weis, vielleicht überlegen sich es die Jungs doch noch einmal wie auch Hypocrisy in 1998. Monika
Nachdem Annihilator im letzten Jahr absagen mußten, haben wir uns ganz besonders darüber gefreut, daß sie dieses mal gespielt haben.
Als Opener kam gleich der Klassiker Set The World On Fire und damit hatten sie die Meute vor der Bühne sofort auf ihrer Seite. Bei Stücken wie Never Neverland und Time Bomb muß man einfach mitgehen. Die Band bildet auf der Bühne aus musikalischer Sicht genauso wie menschlich eine perfekte Einheit. Es ist eben nicht nur einer in der Band, der die Show abreißt, jeder einzelne von ihnen trägt sein Quentchen dazu bei und so macht es einfach Spaß, ihnen zuzusehen.
Annhilator wahren für mich definitiv eine der besten Bands dieses Jahr und sie zählen auf jeden Fall zu den Bands, die man mal gesehen haben sollte. Waltraud
Als Tarja und ihre Mannschaft auf die Bühne ging, fing das Publikum gleich zu jubeln an. Nightwish lockten Fans aus allen Richtungen an, egal ob Metaller oder nicht oder ob Jung oder Alt alle kamen sie und staunten.
Tarja tobte wie ein kleiner Derwisch über die Bühne und versuchte ihren männlichen Kollegen das Wasser abzugraben, aber diese wollten sich auch nicht die Show stehlen lassen. Von der Liveaction über den Sound hin stimmte diesen Abend alles. Monika
Opeth waren für mich einer der absoluten Höhepunkte in Wacken. Asche auf mein Haupt, irgendwie war mir die Band vorher nie aufgefallen. Zeitlos geniale Musik, die sehr von der guten Lightshow profitierte, da sich in puncto Stageacting nicht viel tat, das war aber egal.
Ich hoffe diese Band schafft den Durchbruch, was angesichts solcher Übersongs wie Still Life nur eine Frage der Zeit sein kann. Störend kam lediglich hinzu, daß man während der zahlreichen Akustikpassagen zuviel von Hammerfall auf der Main Stage hörte, die parallel spielten. Das verhält sich zur Musik von Opeth wie Mickey Mouse zu Goethe. Als Fazit lässt sich sagen, daß Opeth einfach over the top waren und ich hoffe, diese Band demnächst noch mal in einer Halle bewundern zu können. Lars
Um Mitternacht war es endlich soweit. Death SS aus Florenz/Italien spielten wahrscheinlich zum ersten Mal in Deutschland, dementsprechend wuchs die Spannung auf Death SS.
Emil Bandera (git) betrat als erster die Bühne, gefolgt von Oleg Smirnoff (key), Kaiser Söse (bass), Anton Chaney (drums), jezt mit neuer Frisur, Kurzhaar. Als letzter kam der Meister Steve Sylvester (voice), angelehnt an ein Lichtkreuz, stellte er die Kreuzigung Jesu Christi dar, was unter Nebelschwaden gespenstisch aussah.
Die Zuschauer und ich (der Verfasser) feierten und feuerten Death SS lautstark an. Wie man an den vielen hoch gehaltenen Italien-Flaggen erkennen konnte, kamen die meisten Fans aus Italien.
Der Opener Let The Sabbat Begin wurde durch Pyroeinlagen untermalt. Auf der Bühne neben dem Schlagzeug stand eine riesige Leinwand, auf der Horrorfilmausschnitte zu sehen waren. Ein Ausschnitt war die Blendung von Templer Rittern aus dem Film Die Rückkehr der reitenden Leichen, der zm zweiten Song Baphomet eingestimmt wurde. Im Song Terror wurde Steve Sylvester von Zombies nach unten gezogen. Der Song Ischtar wurde von einem Frauenstrip untermalt, wie auch der Song Vampire, wo zum Schluß des Songs ein Priester auf die Bühne kam und dem Vampir Steve Sylvester ein Kreuz vor's Gesicht hielt. Nach einem kurzen Kampf, den der Vampir gewann, sah man unter der Priesterkutte und hinter der Maske eine weibliche Person, die ihren reizenden Körper zur Schau stellte.
Danach war leider Schluß, die 45 Minuten vergingen wie im Flug. Death SS war für mich (den Verfasser) die beste Band des Festivals. Hoffentlich spielen Death SS öfters mal in unserem Breitengrad. Thommy
Lemmy, Mikky und Phil hatten einen schlechten Tag erwischt. Lag es teilweise am Publikum, oder kam es dem Verfasser dieses Artikels nur so vor, daß Lemmy und Co, nicht ganz die erhofften Publikums-Resonanzen einfuhren? An der Set-Listing konnte es sicher nicht liegen, denn die war - wie für Motörhead üblich - vollgepackt mit Klassikern, No Class, Orgasmatron, Damaged Case, Iron Fist, Killed By Death, Bomber, Ace Of Spades, Overkill um nur einige zu nennen, wobei jedoch auch einige neuere Stücke gespielt wurden. Möglicherweise war die Reihenfolge der Stücke nicht sehr glücklich gewählt, denn die Songauswahl war (bis auf die letzten drei) ziemlich stark durcheinander gewürfelt, und auch der Sound hätte (wie für die ehemals lauteste Band der Welt standesgemäß üblich) ein wenig lauter aus den Boxen tönen können.
Es drängte sich im Laufe des Konzerts unweigerlich der Eindruck auf, daß im Publikum teilweise der letzte Kick fehlte, was umso bedauerlicher ist, da sich die Band einmal mehr alle erdenkliche Mühe gab, ihren Fans das volle Brett zu bieten. Erst als Motörhead die drei von den eingefleischten Alt-Fans (zu denen auch der Verfasser dieser Zeilen gehört) verlangten Stücke Bomber, Ace Of Spades und Overkill spielten, ging im Publikum nocheinmal richtig die Post ab!
Fazit: Ähnlich wie schon am Donnerstag bei W.A.S.P.: Durchwachsen. Toschi